Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) eröffnete in Reichenbach 25. Tag des Gartens

Ein junges Mädchen im hellgrünen Kleidchen bewässert mit Hilfe einer kleinen gelben Gießkanne ein BlumenbeetKleingärten sind nicht nur etwas für Ältere, sondern auch reizvoll und nützlich für junge Menschen, besonders für Familien – das hatte am 14. Juni 2009 Agrarministerin Ilse Aigner in Reichenbach versichert. „Kleingärten passen zu jedem Alter" sagte sie am Sonntagvormittag anlässlich der Eröffnung des bundesweiten Tages des Gartens. „Kleingärten bringen einen wertvollen pädagogischen Aspekt mit sich", so Aigner. „Kinder erlernen dort auf spielerische Weise den Umgang mit der Natur."

Auch Sachsens Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Frank Kupfer schwärmte: „Wer als Kind im Garten selbst angebaute oder geerntete Früchte gegessen habe, vergesse das nie."

3 Kinder beim Erbsenpflücken halten ein paar grüne Erbsenschoten hoch.Kupfer weiter: „Kleingärten haben eine über 100jährige Tradition und erfreuen sich einer ungeminderten Beliebtheit. Als grüne Oasen sorgen sie nicht nur für mehr Attraktivität in den Kommunen, sondern bieten den Menschen auch Entspannung und Erholung". „Außerdem hält Gartenarbeit Körper und Geist fit", so der Minister.

Der Aktionstag für Kleingärtner zwischen Ost- und Bodensee wird alljährlich vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) mit einem der 19 Landesverbände durchgeführt. Gastgeber war in diesem Jahr Sachsen - mit über 215.000 Kleingärtnern der mitgliederstärkste Landesverband.

Ein Mädchen in der Hocke, mit violetter Hose, violettem Pullover und mit violettem Schal präsentiert eine Zucchini. Die Zucchini ist grün und hat hellgrüne senkrechte Streifen.Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen feierten Sachsens Kleingärtner gemeinsam mit tausenden Besuchern ihren „Tag des Gartens" auf dem Gelände der Landesgartenschau in Reichenbach im Vogtland. Dort hatte sich Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner gemeinsam mit BDG-Präsident Dr. Achim Friedrich, Sachsens Landwirtschaftsminister Frank Kupfer und Reichenbachs Oberbürgermeister Dieter Kießling die Angebote und Projekte der sächsischen Kleingärtner für Jugendliche angeschaut. Wie weit es zum Beispiel Schulgärten bringen können, darüber informierte die „Golle-Schule" aus Syrau. Sie wurde aus 30 Schulgartenprojekten gemeinsam mit 9 weiteren Schulgärten für den Endausscheid des 7. Sächsischen Schulgartenwettbewerbs nominiert.

Diese kunstvoll hergerichtete Vogelscheuche trägt einen silbernen Wikingerhelm mit 2 weißen Hörner links und rechts. Die Puppe trägt ein blau-schwarz kariertes Hemd und eine blaue Jeanshose. Außerdem sind am Kopf zwei schwarze Zöpfe befestigt.Doch auch die fachliche Weiterbildung der etwas reiferen Gärtner-Generation kam in Reichenbach nicht zu kurz. In zwei Themengärten oberhalb des Gartenschaugeländes konnten Gäste und Hobbygärtner ihren gartenbaulichen Horizont erweitern. Beim Rundgang durch den Beerengarten des Kleingärtnervereins „Gartensparte Süd" sowie den Obst- und Kräutergarten des Vereins „Eigene Scholle" gab es jede Menge Wissenswertes zu entdecken. Die Schaugärten wurden von Neugierigen regelmäßig gestürmt. Ein Ohr für die Sorgen und Nöte der Hobbygärtner hatte Bundesfachberater Jürgen Sheldon.

Am Info- und Beratungsstand des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde blieb keine Frage unbeantwortet: Vom Rosentriebbohrer bis zum richtigen Rebenschnitt beantwortete Sheldon geduldig die Fragen zahlreicher Besucher.

Der „Tag des Gartens" hat sich als einer der erfolgreichsten Tage der offenen Tür etabliert. Er wird seit 1984 am zweiten Sonntag im Juni in vielen Kleingärtnerverbänden und -vereinen gefeiert. Mit dem „Tag des Gartens" zeigen die Kleingärtner traditionell die Bedeutung der Kleingärten für die Lebensqualität der Menschen in Stadt und Land.

Zwei Mädchen schauen hinter einem Baum hervor„Generation Kleingarten – entspannen, lernen, spielen" war 2009 als Motto gewählt worden. Die Angebote der Kleingärtner richteten sich ganz besonders an Kinder und Jugendliche. Viele Vereine boten vor Ort Spiele, Bastelstunden und Wissensparcours rund um Gartenthemen, zum Beispiel Riech- und Schmeckwettbewerbe.

Ein Aktionstag – sicher nicht ganz ohne Eigennutz: Denn in Kleingärten lernen Kinder nicht nur, wie Pflanzen wachsen und gedeihen, sondern entdecken vielleicht die Leidenschaft des Gärtnerns. Um die kommende „Generation Kleingarten" braucht man sich dann nicht mehr zu sorgen.

Fotos: BDG