Verband

Dass der Frühling in den Garten einzieht, lässt sich nicht nur an den ersten grünen Spitzen und Trieben sehen, sondern auch hören: Amsel, Drossel, Fink und viele mehr stimmen nun wieder ihre Lieder an. Wie Hobbygärtner ihren Garten auch über die Winterfütterung hinaus für Vögel aller Arten attraktiv machen, verrät der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. (BDG).

Für jeden das passende Haus

Ein Vogelhaus am Baum. Der längliche Kasten hat vorne ein Loch wo die Vögel ins Innere des Kastens gelangen. Davor ist ein Stab angebracht wo die Vögel landen können.(Foto: BDG)Eine naheliegende und bewährte Möglichkeit, Singvögel in den Garten zu locken, ist das Anbringen von Nistkästen. Von Marke Eigenbau bis zum Designermodell lässt sich für jeden Geschmack etwas finden. Doch auch die Vögel haben ihre Vorlieben – nicht jede Art liebt den klassischen Kasten mit rundem Einflugloch. Rotkehlchen und Hausrotschwanz zum Beispiel bevorzugen in der Natur Mauernischen zum Brüten, bei Nistkästen lassen sich diese mit sich mit einer zur Hälfte offenen Vorderwand imitieren. Wer gern Blaumeisen in seinem Garten begrüßen möchte, sollte wiederum Kästen mit einem sehr kleinen Einflugloch von nur 26 bis 27 Millimetern Durchmesser wählen, da die kräftigere Kohlmeise die zierlichen Tiere sonst wieder vertreibt.

Auch Anfänger können erfolgreich gärtnern

Ein eigener Garten? „Viel zu kompliziert, viel zu aufwendig, da kenn ich mich gar nicht aus“, urteilt so manches Großstadtgewächs voreilig. Und so bleibt der Traum von der grünen Oase und der eigenen Ernte oft ein Traum. Dabei ist es gar nicht schwer, ihn Wirklichkeit werden zu lassen. Denn den „Grünen Daumen“ kann jeder lernen. Wie auch Anfängern das grüne Glück gelingt, wie man zur eigenen Scholle kommt und warum dafür genau jetzt die richtige Zeit ist, erklärt der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. (BDG).

Die Angst vor der Erde

In diesem Garten hockt der Gärtner, hier mit Sonnenhut, im Gemüsebeet bei den Salaten. Im Vordergrund ist ein kleiner unbefestigter Weg zu sehen.Gerade Menschen, die ohne eigenen Garten aufgewachsen sind, erscheint der Anbau von Obst und Gemüse häufig als ein großes Mysterium. Im Supermarkt liegen die glänzenden Äpfel und schnurgeraden Gurken hübsch in Folie verpackt wie ein aufwendiges Geschenk – man gewinnt schnell den Eindruck, sie ließen sich nur mit hochspezialisiertem Fachwissen produzieren. Dabei bringen viele leckere Obst- und Gemüsesorten auch ohne jahrelange Gärtner-Erfahrung und übertriebenen Aufwand einen sehenswerten Ertrag. Und das Beste: Den Stolz auf die erste eigene Ernte gibt es gratis dazu.

Goldplakette des Landesverbandes für 35-jährige Vorstandsarbeit

Wolfgang Moritz erhält von Miriam die Erste einen roten Blumenstrauß sowie Goldplakette. Die Plakette besteht aus einer goldfarbenden runden Scheibe, in etwa so groß wie eine CD. Diese Scheibe ist auf einem dunkelbraunen DIN A5-großen Brett geklebt. Rechts unten befindet sich noch eine kleine goldfarbende Plakette, wo der Geehrte namentlich erwähnt wird.Wolfgang Moritz hat im Jahr 1970 im Kleingärtnerverein Nußberg in Braunschweig einen Garten übernommen, den er auch heute noch bewirtschaftet.

Bereits 1973 wurde er als stellvertretender Fachberater in den Vorstand des Vereins gewählt. Drei Jahre später übernahm er das Amt des 1. Fachberaters, das er bis 1993 ausübte. Im Jahr 1991 wurde er als stellvertretender Fachberater in den Vorstand des Bezirks Fallersleber Tor gewählt, ab 1999 übt er dort das Amt des 1. Bezirksfachberaters aus. Im gleichen Jahr wurde er auch als stellvertretender Fachberater in den Landesverbandsvorstand gewählt.

Diese Funktion hat Wolfgang auch heute noch inne. Gemeinsam mit Helmut Vetter ist Wolfgang das Rückgrat der Fachberatung unseres Verbandes. Allein in den neun Jahren seiner Tätigkeit in der Landesverbandsfachberatung hat er einige 100 Gartenfreundinnen und Gartenfreunde zu Fachberatern ausgebildet, hat ebenfalls einige 100 Vorträge bei Informations- und Schulungsveranstaltungen der Vereine und Bezirke gehalten. Wolfgang hat auch maßgeblich an der Ausarbeitung unserer Wertermittlungsrichtlinie und dem Bauerlaubnisverfahren mitgearbeitet.

Kooperative Mitgliedschaft des Bezirksverband Hannover Stadt ab dem 1. Januar 2009.

Karl-Heinz Rädecker (links) und Manfred Weiß reichen sich die Hände und freuen sich auf die künftige Zusammenarbeit.19.000 Kleingärtner suchen Asyl, Hannovers Bezirksverband wechselt geschlossen nach Braunschweig, so lautete die Überschrift auf der Titelseite der Braunschweiger Zeitung am 28. August dieses Jahres.

Historisch und regional gewachsen bestehen drei Landesverbände unserer Organisation in Niedersachsen, der Landesverband Niedersächsischer Gartenfreunde (LNG), der Landesverband Ostfriesland und unser Verband.

Der Bezirksverband Hannover Stadt, mit 19.000 Mitgliedern der zahlenmäßig stärkste Bezirk, hatte im Sommer 2007 nach internen Streitigkeiten die Mitgliedschaft im LNG gekündigt. Mit dem Austritt aus dem Landesverband erlischt auch die Mitgliedschaft im Bundesverband.

Broschüre ArtenvielfaltVon 2003 bis 2008 führten der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde und die unter seinem Dach organisierten Landesverbände in Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet Agrobiodiversität der Universität Kassel eine Untersuchung zur Vielfalt der Kulturpflanzen in deutschen Kleingärten durch. Dabei wurden in 18 von 19 Landesverbänden, die sich auf alle 16 Bundesländer und 62 geografische Regionen Deutschlands verteilen, insgesamt 83 Kleingartenstandorte mit einer Gesamtfläche von rund 50 Hektar untersucht. Es wurden 2094 Kulturpflanzenarten gefunden. Bezogen auf die gesamte untersuchte Fläche einschließlich Bebauung und Infrastruktur der Kleingartenparzellen wurde im Mittel eine Pflanzenart auf 17 m² gefunden. Die Zierpflanzen stellen mit 86 Prozent die stärkste Nutzungsform der kultivierten Pflanzen dar. 12 Prozent, das sind immerhin 253 Pflanzenarten, dienen der menschlichen Ernährung.

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