Verband

Der 25. Bundesverbandstag vom 6. bis 9. September stand unter dem Motto „Kleingärten - unsere Zukunft“. Fast 300 Delegierte, Gäste und Präsidiumsmitglieder waren nach Cottbus gereist, um am Verbandstag teilzunehmen, der am Samstag mit der Festveranstaltung und Neuwahlen seinen Höhepunkt erfuhr.

BDG-Präsident Dr. Friedrich mit Bundesminister TiefenseeIn seiner Festrede betonte Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, dass die Regierung sich auch weiterhin dafür einsetzen wird, dass das Bundeskleingartengesetz als Schutzgesetz unangetastet bleibt. Tiefensee versicherte unter dem Applaus der Delegierten: „Wir werden uns gegen die wenden, die versuchen, den Kleingärtnern das Wasser abzugraben“.

Ulrike und Stefan Zerbst haben im Kleingartenverein Heidberg die eigene Scholle

Nach jahrelanger Flaute werden Kleingärten bei jungen Familien immer beliebter. Seit 15 Monaten beackern Stefan und Ulrike Zerbst im Kleingartenverein Heidberg die eigene Scholle. Ein grünes Paradies auch für ihren Nachwuchs Tim (4) und Niklas (17 Monate).

"Für Kinder ist ein Spielplatz interessant", räumt Ulrike Zerbst ein. "Ein Garten ist jedoch viel lebensnaher." Hier erfahren die Kleinen, was Natur ist und woher die Lebensmittel kommen. 

Die Sprösslinge erfahren, dass Obst an Bäumen wächst, Gemüse am Boden gedeiht, Brot in seinem Ursprung auf einem Halm entsteht. Außerdem liege im eigenen Garten weder Glas noch Hundekot. Und ihr Garten ist von der Wohnung im Heidberg zu Fuß zu erreichen.

Die japanische Flagge hat einen weißen Hintergrund und mittig einen roten Punkt.Das Office International als europäischer Kleingärtnerverband hat mit den organisierten Kleingärtnern in Japan einen Kooperationsvertrag geschlossen. Damit ist zum ersten Mal über Europa hinaus eine internationale Zusammenarbeit vereinbart worden. Beherrschendes Thema wird zunächst der Zusammenhang zwischen Kleingarten und Gesundheit sein, das bei uns in Deutschland bereits Gegenstand des ersten Kleingärtnerkongresses in Leipzig war. Hier hat der wissenschaftliche Beirat des BDG erhebliche Vorarbeiten geleistet.

Weißfarbiges Logo und Schriftzug des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde e.V. in einem grünen KastenHierzu teilte der BDG zu Hartz IV mit!

Widersprüchliche Medienberichte und unklare Auskünfte der Agenturen für Arbeit haben in den Kleingartenvereinen massive Ängste geschürt. Zusätzliche Verwirrung stiftet die fälschliche Gleichsetzung von Kleingärten mit Datschen oder Wochenendgrundstücken.

Dem tritt Kleist entgegen: „Fakt ist: Ein Kleingarten ist nur gepachtet - und nicht gekauft. Er stellt damit kein verwertbares Vermögen dar.“ Ein Vermögenswert ergibt sich erst bei Beendigung des Pachtvertrags, wenn vom Nachfolger eine Ablöse für Laube und Bepflanzung gezahlt wird. Ob der Vertrag bei Bezug von Arbeitslosengeld II sofort gekündigt und die Laube versilbert werden muss, lässt das derzeitige Hartz IV-Gesetz offen. Der BDG fordert hier eine eindeutige Festlegung zu Gunsten der Kleingärtnerinnen und Kleingärtner. „Andernfalls werden Arbeitslosengeld II-Bezieher schlechter gestellt als heutige Sozialhilfeempfänger. Das kann und darf nicht sein.“ Nach heutiger Sozialhilfe-Praxis wird der Kleingarten nicht als Vermögen angerechnet, der Sozialhilfeempfänger darf seinen Garten behalten. Bis zu einer endgültigen Klärung rät der BDG allen Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern, Aufforderungen zur Kündigung nicht nachzukommen.

Symbol des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde e.V.Typisch deutsch? Von wegen! Eine Studie belegt gelungene Integration von Ausländern und Aussiedlern in den Kleingärtnervereinen. Das Stereotyp vom „typisch deutschen Kleingarten“ entspricht nicht der Realität:

Kleingärtnervereine sind so vielfältig und multikulturell wie der Rest der Gesellschaft. Das belegt eine aktuelle Studie des Bundesverbands Deutscher Gartenfreunde e.V. (BDG). Von rund 4 Millionen organisierten Gartenfreunden sind demnach rund 300.000 nichtdeutscher Herkunft.

Vor allem in den alten Bundesländern sind Kleingärten zu Orten der Integration geworden: Hier haben 17 Prozent aller im BDG organisierten Kleingärtner einen Migrationshintergrund. Diese Quote übersteigt deutlich den Anteil der ausländischen Mitbürger an der Gesamtbevölkerung (9,6 Prozent in den alten Bundesländern). Bundesweit verbringen Gartenfreunde aus mehr als 80 Nationen ihre Freizeit zusammen auf den Parzellen der Kleingartenanlagen. Dabei bilden Spätaussiedler aus Rußland und Polen sowie türkische Gartenfreunde die größten Gruppen. Sie sind in 60 bzw. 45 Prozent aller Kleingärtnervereine vertreten.

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