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nisthilfen1In den letzten Jahren sind die Nistmöglichkeiten und Nahrungsangebote für Insekten, Vögel und Fledermäuse stark zurückgegangen. Das sieht man vielleicht nicht auf den ersten Blick, aber gerade im Winter sind kaum noch Meise, Rotkehlchen, Sperling, Drossel und Co. zu sehen. Dies liegt zum einen daran, dass nicht mehr genug Nahrung vorhanden ist, zum anderen, weil die Gärten im Herbst „winterfest“ gemacht werden, das heißt, alles was nicht schön aussieht, wird abgeschnitten, zusammengeharkt und entsorgt. Im besten Fall landet alles auf dem Kompost oder in der grünen Tonne. Weiterhin fehlt es im Frühjahr an sicheren Nistmöglichkeiten. Hier sollte man über das pflanzen „wehrhafter Sträucher“ nachdenken. Also Thuja raus und Pflanzen rein, die Räubern kaum Chancen bieten zum Nest vorzudringen. Zudem bieten diese Sträucher auch noch Nahrung im Winter und es gibt sie für jede Gartengröße passend. Das sind z.B. die Kleine Blutberberitze, Immergrüne Silber-Berberitze, Glanz-Rose oder die niedrige Strandrose. Diese werden 1 – 1,5 m hoch. Dann kommen noch Sträucher in Frage die etwa 2 m hoch werden, das sind die Dotterberberitze, der Feuerdorn, die Mahonie, die Apfelrose, und die Schlehe. Alle sind schnittverträglich, aber bitte nicht jedes Jahr da sonst die Fruchtbildung leidet.

Zu berücksichtigen ist jedoch, dass nicht jeder Vogel in Hecken oder Bäumen brütet, es gibt genügend Arten die andere Nistmöglichkeiten brauchen (z.B. Halbhöhlen). Und da es an den Lauben kaum noch solche Möglichkeiten gibt, die auch noch katzensicher sind, bleibt die Brut aus. Also sollten wir darüber nachdenken und wieder mehr Nistmöglichkeiten schaffen. Viele Nisthilfen sind sehr leicht selber zu bauen und an der Laube anzubringen.

Am 24.08.2019 nahmen Fachberaterinnen und Fachberater aus Vereinen und Bezirksverbänden des Landesverbandes an einem Fortbildungsseminar der Niedersächsischen Gartenakademie teil. Den Vortrag von Frau Erika Brunken zum Thema "Blühflächen und Blühwiesen" können Sie hier sich noch einmal anschauen.

pdf"Blühflächen und Blühwiesen" von Erika Brunken (9.2 MB, 05.09.2019)

Dieses Handgerät können Sie bei uns ausleihen, um das Audioguide-System im Lehr- und Versuchsgarten zu benutzen.Mit der Neuanlage des Lehr- und Versuchsgartens wurde Wert darauf gelegt, dass auch Menschen mit Beeinträchtigungen den Garten erleben und erfühlen können. Ein Teil dieses Konzepts ist das "Audioguide-System". Dieses System, bestehend aus Handgeräten und Kopfhörern, vermittelt an 20 Hörstationen, die durch Stelen gekennzeichnet sind, viele Bereiche unseres Lehrgartens.

Die Geräte hierzu können montags-donnerstags von 9-15 Uhr, sowie freitags von 9-13 Uhr gegen Pfand in unserer Geschäftsstelle ausgeliehen werden (samstags sowie sonn- und feiertags ist die Leihe nicht möglich). Alternativ können die Audiokommentare auch mit einem eigenen, internetfähigem Audiogerät (z.B. Smartphone) abgespielt werden.

Auf der folgenden Webseite finden Sie einen Lageplan, wo die Standorte der Stelen eingetragen sind, sowie die Audiokommentare.

==> Audioguide-System im Lehr- und Versuchsgarten

Über gut 4 Meter in der Breite sind zwei Tafeln aufgestellt. Davor befinden sich 4 Tafeln mit Braille-TextWie bitte, Daniel Gottlob Moritz Schreber hat die kleinen Gärten gar nicht erfunden?

In Niedersachsen gibt es drei Landesverbände mit über 63.000 Mitgliedern?

Die Farben Grün, Weiß und Gelb auf der Kleingärtnerfahne haben eine besondere Bedeutung?

Diese und viele andere Fragen beantwortet seit dem 21. September 2018 eine neue Informationstafel, die sich im Eingangsbereich zur Geschäftsstelle am Rühmer Weg 50 befindet. Eigentlich sind es aber sechs Tafeln, zwei sind für sehende Menschen aufgestellt, weitere vier Tafeln ermöglichen es sehbehinderten Menschen etwas über die Kleingartengeschichte mit Hilfe der Brailleschrift zu erfahren. So kann man erfahren dass der Grundstein des heutigen Kleingartenwesens bereits im Jahr 1814 in Kappeln an der Schlei, dem heutigen Bundesland Schleswig Holstein gelegt wurde. Man kann erfahren, dass die Kleingartenbewegung in Braunschweig im Jahr 1903 beginnt und der erste Schrebergartenverein in Braunschweig noch heute existiert.

Wer neugierig geworden ist, hat die Möglichkeit nicht nur den Lehrgarten mit einer Vielzahl von Informationsstellen zu erkunden, sondern nun auch etwas von der Kleingartengeschichte in Deutschland und in Braunschweig zu erfahren.

Möglich war dies nur durch eine großzügige Projektförderung der Deutschen Postcode Lotterie, die das Geld zur Verfügung stellte und jemanden, der daraus eine Informationsfläche erstellt hat, die man gesehen und erfühlt haben muss. Vielen Dank an Mirko Weiß.

Im Kleingarten lässt es sich leichter mit Schädlingen und Krankheiten leben als im Erwerbsanbau, denn Kleingärtner müssen keine Höchsterträge erzielen. Trotzdem freut sich jeder über gesunde Pflanzen und eine gute Ernte. Zur Gesunderhaltung der Pflanzen kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz. Für viele Probleme stehen heute biologische, biotechnische, physikalische (mechanische) oder kulturtechnische Lösungen zur Verfügung. Chemische Pflanzenschutzmittel sind immer das letzte Mittel der Wahl und sollten grundsätzlich nur dann angewandt werden, wenn erhebliche Schäden an den Kulturpflanzen zu erwarten sind und wenn andere Maßnahmen nicht ausreichend wirken. Die Grundsätze des integrierten Pflanzenschutzes (§ 2a Abs. 1 PflSchG) sind stets zu beachten. Welche Pflanzenschutzmittel für den Haus- und Kleingartenbereich zugelassen sind, veröffentlicht das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Das aktuelle Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis enthält die zugelassenen Mittel geordnet nach Einsatzgebieten und Wirkungsbereichen. Es informiert ausführlich über Auflagen, Anwendungsbestimmungen und Kennzeichnungen sowie über die Anwendung der Mittel. Das Verzeichnis erscheint jährlich in sieben Teilen. Die Teilverzeichnisse sind beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit als PDF-Dateien abrufbar:

=> Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis zum Herunterladen

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