Kinderfragen

Fenya (7 Jahre) fragt: „Wieso heißen Gänseblümchen eigentlich Gänseblümchen?“

Nahaufnahme von 9 Gänseblümchen auf einer grünen Wiese. Mit ihrer jeweils gelben Blütenmitte und den weißen Blättern stehen sie in ihrer vollen Pracht.Mehrere Gänseblümchen in ihrer vollen Pracht (Foto: Petra Dirscherl / pixelio.de)Liebe Fenya,

so wirklich kann heute niemand mehr sagen, woher Gänseblümchen ihren Namen haben. Es gibt verschiedene Theorien.

Einige Menschen glauben, der Name entstand im Mittelalter. Die vielen weißen Blümchen erinnerten an kleine Gänse, die auf der Wiese standen.

Andere Menschen wiederum glauben, dass die Bezeichnung schon zu Zeiten der Kelten geläufig war. Sie sollen in der Sonne symbolisch die Gänsemagd gesehen haben, in den Blumen die Gänse.

Genau lässt sich heute also nicht mehr nachvollziehen, woher der Name Gänseblümchen stammt.

Arne (6 Jahre) fragt: „Wie lange gibt es in Deutschland schon Kartoffeln?“

In einer Kiste liegen mehrere geerntete Kartoffeln. Die Kartoffeln sind braungold-farbig und weisen eine unterschiedliche Größe auf.Gerntete Kartoffeln der Sorte "Gloria"Lieber Arne,

die Kartoffel stammt ursprünglich aus Südamerika und wurde von Expeditionsreisen mitgebracht. Meist nimmt man an, dass König Friedrich II, um das Jahr 1745 eingeführt hat. Das stimmt allerdings nicht wirklich. König Friedrich II hat lediglich dafür gesorgt, dass die Kartoffel bekannter wurde, denn vor allem ärmeren Menschen sollte sie als Nahrungsmittel dienen.

Es gibt Überlieferungen, nach denen bereits um 1647 von Bauern des Ortes Pilgramsreuth, in der Nähe der Stadt Hof, Kartoffeln auf Äckern angebaut worden sein sollen. Es ist also davon auszugehen, dass die Kartoffel irgendwann, Anfang des 17. Jahrhunderts, auch nach Deutschland kam, nur eben noch nicht so bekannt wurde, weil die Menschen diesem noch fremden Nahrungsmittel skeptisch gegenüber standen.

Romy (8 Jahre) fragt: „Wie gelangt das Wasser in den Bäumen bis in die Spitze?“

Ein großer Birnenbaum steht auf einer grünen Rasenfläche und trägt viele Birnen.Ein Birnenbaum (Foto: Karl Strebl / pixelio.de)Liebe Romy,

Bäume benötigen vor allem in den warmen Monaten sehr viel Wasser, um nicht zu vertrocknen.
Wir wissen, dass sie Wasser über die Wurzeln aufnehmen. Dieses muss nun den Baum hinauf, über alle Äste und Zweige, bis in die Blätter und Früchte transportiert werden.

Jedes Blatt ist durch eine Schicht geschützt, die wie Wachs anmutet. Nur dort, wo feine Spalten diese Schicht unterbrechen, kann Wasser aus dem Blatt, im Sonnenlicht verdunsten.

Nun beginnt eine Art Kettenreaktion. Durch das verdunstende Wasser in den Blattspalten, bildet sich ein Sog. Dieser Sog überträgt sich auf die anderen Blattzellen, die Zweige, die Äste, den Stamm hinab, bis zu den Wurzeln.

Man kann also sagen, dass das Wasser im Baum, von den Blättern, aus den Wurzeln angesaugt wird.

Finn (10 Jahre) fragt: „Wie gefährlich sind Hornissen?“

Eine Hornisse hat eine bräunliche Färbung. Diese klettert auf dem Foto einen abgestorbenen Baumstamm hoch.Eine HornisseLieber Finn,

Hornissen sind zwar größer als Wespen und Bienen, ihr Stich ist aber normalerweise nicht wesentlich schmerzhafter oder gefährlicher, als deren Stiche. Ausgenommen natürlich, wenn man auf das Gift allergisch reagiert oder an Körperstellen, wie zum Beispiel im Mund, gestochen wird, wo die Schwellung die Atmung abschnürt.

Es gibt viele Geschichten, die Hornissen als besonders aggressiv und angriffslustig beschreiben. Es heißt sogar, dass sieben Stiche einer Hornisse ein Pferd töten würden, drei Stiche einen Menschen. Aber das stimmt nicht, wenn man nicht allergisch ist.

Hornissen sind auch weniger aggressiv, als zum Beispiel Wespen. Außer, man nähert sich ihrem Nest und wird von den Hornissen als Gefahr angesehen.

Hornissen haben kein Verlangen nach Kuchen oder Obst. Nur im Herbst, wenn ihre Hauptnahrungsquellen – Insekten und Larven für die Jungtiere, Baumsäfte für die erwachsenen Hornissen - langsam versiegen, kann man sie hin und wieder beobachten, wie sie an Fallobst nagen.

Kuchen oder Grillfleisch, machen sie dem Menschen jedoch nicht streitig.

Hornissen stehen übrigens unter Naturschutz, da ihre Population zum Ende des letzten Jahrhunderts immer weiter abnahm und die Gefahr bestand, dass Hornissen aussterben.

Cindy (11 Jahre): „Stimmt es, dass rohe Bohnen giftig sind?“

Grüne Buschbohnen liegen übereinander auf einem weißen TischGrüne Buschbohnen (Foto: Michael Franke / pixelio.de)Liebe Cindy,

rohe Bohnen sind tatsächlich giftig, denn sie enthalten einen Stoff, der sich Phasin nennt. Dieser bewirkt, dass die roten Blutkörperchen verklumpen, was zum Tod führen kann. Dafür reichen nur wenige roh verzehrte Bohnen.

Durch das Erhitzen, neutralisiert sich das Phasin allerdings. Bohnen sollten daher immer mindestens 10-15 min unter starker Hitze gegart werden, bevor sie bedenkenlos gegessen werden können.