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Weißfarbiges Logo und Schriftzug des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde e.V. in einem grünen KastenHierzu teilte der BDG zu Hartz IV mit!

Widersprüchliche Medienberichte und unklare Auskünfte der Agenturen für Arbeit haben in den Kleingartenvereinen massive Ängste geschürt. Zusätzliche Verwirrung stiftet die fälschliche Gleichsetzung von Kleingärten mit Datschen oder Wochenendgrundstücken.

Dem tritt Kleist entgegen: „Fakt ist: Ein Kleingarten ist nur gepachtet - und nicht gekauft. Er stellt damit kein verwertbares Vermögen dar.“ Ein Vermögenswert ergibt sich erst bei Beendigung des Pachtvertrags, wenn vom Nachfolger eine Ablöse für Laube und Bepflanzung gezahlt wird. Ob der Vertrag bei Bezug von Arbeitslosengeld II sofort gekündigt und die Laube versilbert werden muss, lässt das derzeitige Hartz IV-Gesetz offen. Der BDG fordert hier eine eindeutige Festlegung zu Gunsten der Kleingärtnerinnen und Kleingärtner. „Andernfalls werden Arbeitslosengeld II-Bezieher schlechter gestellt als heutige Sozialhilfeempfänger. Das kann und darf nicht sein.“ Nach heutiger Sozialhilfe-Praxis wird der Kleingarten nicht als Vermögen angerechnet, der Sozialhilfeempfänger darf seinen Garten behalten. Bis zu einer endgültigen Klärung rät der BDG allen Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern, Aufforderungen zur Kündigung nicht nachzukommen.

Symbol des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde e.V.Typisch deutsch? Von wegen! Eine Studie belegt gelungene Integration von Ausländern und Aussiedlern in den Kleingärtnervereinen. Das Stereotyp vom „typisch deutschen Kleingarten“ entspricht nicht der Realität:

Kleingärtnervereine sind so vielfältig und multikulturell wie der Rest der Gesellschaft. Das belegt eine aktuelle Studie des Bundesverbands Deutscher Gartenfreunde e.V. (BDG). Von rund 4 Millionen organisierten Gartenfreunden sind demnach rund 300.000 nichtdeutscher Herkunft.

Vor allem in den alten Bundesländern sind Kleingärten zu Orten der Integration geworden: Hier haben 17 Prozent aller im BDG organisierten Kleingärtner einen Migrationshintergrund. Diese Quote übersteigt deutlich den Anteil der ausländischen Mitbürger an der Gesamtbevölkerung (9,6 Prozent in den alten Bundesländern). Bundesweit verbringen Gartenfreunde aus mehr als 80 Nationen ihre Freizeit zusammen auf den Parzellen der Kleingartenanlagen. Dabei bilden Spätaussiedler aus Rußland und Polen sowie türkische Gartenfreunde die größten Gruppen. Sie sind in 60 bzw. 45 Prozent aller Kleingärtnervereine vertreten.