10. Kleingärtner-Olympiade 2012 unter dem Motto „Gärtnern macht glücklich – einfach mal die Seele baumeln lassen"

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In diesem Jahr können sich die dem Landesverband Braunschweig angeschlossenen Kleingärtner wieder im olympischen Wettstreit untereinander messen. Die Teilnahme- und Bewertungskriterien wurden geändert, um den Wettbewerb interessanter zu gestalten und die neue Vielfalt in den Kleingärtnervereinen öffentlich zu machen. Besondere Elemente in den Gärten bzw. in der Anlage werden bei der Punktevergabe der Jury honoriert. Es wird besonders auf Kreativität und Pflegezustand geachtet. Die Bewertungskriterien sind nachfolgend aufgeführt. Wenn in den Anlagen und Einzelgärten einige Kriterien nicht vorhanden sind, werden keine Punkte abgezogen.

Der Wettbewerb wird unterstützt von der Hofbrauhaus Wolters GmbH, den Braunschweiger Praktiker Märkten und der Fa. Schacht Pflanzenschutz.

 

Grußwort des Schirmherrn der Kleingärtner-Olympiade 2012, Gerhard Glogowski

Ein Portraitfoto von Gerhard Glogowski, ehemaliger Ministerpräsident von Niedersachsen und Ehrenbürger der Stadt BraunschweigKleingärten, aber auch Kleingärtner sind wichtiger Teil einer jeden Stadt, einmal Teil des städtischen Raumes, den sie nach individuellen und rechtlichen Vorgaben gestalten Darüber hinaus sind sie aber auch Teil des gesellschaftlichen Lebens, dass sie in den Gartenanlagen, aber auch in dem Umfeld mitgestalten. Auch wenn der kleingärtnerische Raum rechtlich normiert ist, bleiben genügend Möglichkeiten eigene Vorstellungen einzubringen und den Garten so zu gestalten, das es ein Ort der Ruhe ist, in dem man Kraft tanken kann.

Der Kleingartenverein prägt das Bild des jeweiligen Stadtteils. Darum ist es wichtig, dass die Kleingärtnerinnen und Kleingärtner sich über den Garten hinaus in das gesellschaftliche Leben einbringen und die Gartenanlage so gestalten, dass auch interessierte Besucherinnen und Besucher sich an der Kleingartenanlage erfreuen können. Dieses ist eine Herausforderung an die Vorstände unserer Kleingartenanlagen.

Der Grundgedanke der Kleingärtner- Olympiade ist es nach meiner Einschätzung, die Kreativität anzuregen, die Bereitschaft sich einzubringen zu stärken. Die Kleingärtnerinnen und Kleingärtner, die bei der Olympiade mitwirken, werden die Erkenntnis haben, dass sie Teil eines Großen sind. Von daher geht es darum Mitzumachen. Dies ist das eigentliche Ziel – unabhängig vom Ergebnis, welches natürlich auch nicht aus den Augen gelassen werden darf. Für die Kleingärtnerinnen und Kleingärtner ist es jedoch wichtig, dass ihre Freizeitgestaltung sie selber glücklicher macht. Und wenn es dann auch noch gelingt, eine gute Nachbarschaft zu pflegen, ist der Kleingarten der Ort, wo man die Seele baumeln lassen kann.

Wir alle wissen, dass in den Kleingärten Menschen aus verschiedenen Teilen einer Gemeinde oder Stadt, aus verschiedenen Ländern und sehr unterschiedlichen Berufen zusammen kommen, also Kleingärten sind ein Abbild unserer Gesellschaft. Die meisten von uns Kleingärtnern wissen um diese Situation und dennoch wollen wir Kleingärtner uns nicht überhöhen, denn eigentlich wollen wir Ruhe und Erholung in unserem Garten finden.

Ich würde mich freuen, wenn die Kleingärtner-Olympiade kreative Kräfte weckt und in vielen Kleingärten dazu führt, Neues zu wagen und die Gartenanlagen noch schöner zu gestalten.

Gerhard Glogowski
Ministerpräsident a.D.

 

Bewertungskriterien für die Anlage:

    • Vorstellung der Anlage durch ein Vorstands- oder Vereinsmitglied (Inhaltliche Stichpunkte mit der Anmeldung schriftlich an die Jury).
    • Gestaltung der Anlage im Rahmen der vorgegebenen Möglichkeiten, unter Berücksichtigung der Entstehung der Anlage: Eingangsbereich, Wegeführung, begleitendes Grün, Ruhebereiche, Kinderspielplatz, Lehrpfad / Projekte zur Umweltbildung, Biotope, Pflegezustand der Wege und Gemeinschaftsflächen.
    • Engagement des Vereins: Einbindung des Vereins in die Nachbarschaft (Wohnumfeld, Stadtteil); soziales Engagement intern (Integration aller Mitglieder in die Vereinsgemeinschaft, Durchführung von Gemeinschaftsveranstaltungen); soziales Engagement extern (Zusammenarbeit mit Kindergärten, Schulen, Senioreneinrichtungen, gemeinsame Veranstaltungen mit Organisationen und Bewohnern der Nachbarschaft, Tag der offenen Tür, …); Fachberatung, Beratung der Mitglieder bei der Gestaltung der Einzelgärten und sonstiger Baumaßnahmen; Leistungen durch Gemeinschaftsarbeit; Mitwirkung bei der Klärung von vereinsinternen Problemen, z.B. Rückbau von unzulässigen Baulichkeiten und Anpflanzungen bei Pächterwechsel oder bei Nachbarschaftsstreitigkeiten mit Anliegern.

       

      Bewertungskriterien für den Einzelgarten:

        • Vorstellung des Gartens.
        • Gestaltung und Nutzung: Individuelle Gestaltung der Parzelle mit Blumen, Kräutern, Gemüse, Sitz- und Erholungsbereich; Einsehbarkeit des Gartens vom Weg, ansprechender und einladender optischer Eindruck; Besonderheiten bei der Gestaltung (Liebhaberei), spezielle Pflanzenarten, Farbgestaltung der Beete, kreative Kunst; Pflegezustand allgemein; umweltgerechte Entsorgung.
        • Naturnähe und Ökologie: Geeignete Gehölze; Verwendung von naturnahen Produkten statt Kunststoff und Beton; begrünte Laube, Pergola; geringe Versiegelung der Flächen; Auffangen und Nutzung von Regenwasser zur Bewässerung; Kompostwirtschaft; Mischkultur und Sortenvielfalt im Nutzgarten; biologischer Pflanzenschutz, Insekten fördernde Pflanzen; Biotope (Teich, Trockenmauer, Nahrungsbiotop, Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten für Tiere; mulchen; hoher Pflanzendeckungsgrad.