Jetzt den Garten für eine ökologische Saison fit machen

Am ersten März beginnt der meteorologische Frühling – und damit auch die Gartensaison. Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. (BDG) gibt Tipps, wie Garten und Balkon in diesem Jahr nicht nur gut aussehen, sondern auch „grün", also naturnah, gestaltet werden können.

1. Heimat schaffen statt Gift spritzen
Nützlinge wie bestimmte Insekten, Spinnen, Vögel und Säugetiere sorgen dafür, dass sich Schädlinge nicht so stark ausbreiten und Pflanzenschutzmittel überflüssig werden. Damit sich die kleinen Helfer im Garten wohlfühlen, brauchen sie jedoch genug Rückzugsraum. Totholzhaufen, Insektenhotels oder kleine Biotope bieten ihnen eine Heimat. Wer diese früh genug im Jahr bereitstellt, lockt die nützlichen Tiere schnell in den Garten. Übrigens: Viele Insekten wie Bienen oder Schmetterlingen fressen zwar keine Schädlinge, dafür helfen sie bei der Bestäubung und sorgen so für eine reiche Ernte.

2. Balkondschungel statt Betonwüste
In der Stadt ist alles nur Beton? Von wegen! Selbst Balkone lassen sich nach ökologischen Gesichtspunkten begrünen.
Wer den Balkon gern mit bunten Blumen schmückt, sollte Sorten wählen, an denen auch Bienen Gefallen finden. Sommerazaleen, Mohn oder Tagetes bringen Farbe auf den Balkon und bieten reichlich Nektar. Sie können schon im April gesät werden und öffnen im Sommer ihre Blüten.
Und auch der Genuss muss auf Balkonien nicht fehlen – viele Obst- und Gemüsesorten fühlen sich auch in Kübeln wohl. Salat zum Beispiel kann jetzt schon im Haus vorgezogen werden und auf den Balkon wandern, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist.
Zum Säen müssen es übrigens nicht immer neue Töpfe und Kästen sein: Aus alten Getränkekartons lassen sich ganz einfach Pflanzgefäße basteln. Die Kartons dazu aufschneiden, so dass eine Schale entsteht und am Boden ein paar Löcher für überschüssiges Gießwasser einschneiden – fertig ist der Recyclingblumentopf.

3. Abwechslung statt Monotonie
Jedes Jahr die gleichen Pflanzen am gleichen Ort – keine gute Idee. Pflanzen entziehen dem Boden unterschiedlich viele Nährstoffe, stehen sie immer auf demselben Platz, laugen sie den Boden aus. Deshalb sollte bei der Gartenplanung die Fruchtfolge unbedingt beachtet werden. Wo im Vorjahr Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf, die sogenannten Starkzehrer standen, z.B. Kürbis, Kohl oder Kartoffeln, sollten in diesem Jahr Mittelzehrer wie Möhren, Mangold oder Salat ihren Platz finden. Auf sie folgen im nächsten Jahr Wenigzehrer wie Radieschen, Bohnen oder Zwiebeln.

4. Kompost statt Mineraldünger
Wenn der Boden doch mal zusätzliche Nährstoffe braucht, schonen natürliche Dünger wie Kompost oder Dung Boden und Geldbeutel. Teure Mineraldünger enthalten fast immer Nitrat, das der Boden nicht speichern kann und das deshalb ins Grundwasser gelangt. Bei der Bodenvorbereitung für das neue Gartenjahr also besser gleich auf ökologische Varianten setzen.

Kontakt:
Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG), Platanenallee 37, 14050 Berlin
Telefon: 030 - 30 20 71 40 | Fax: 030 - 30 20 71 39
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