Februar

Jetzt schon für einen bunten Sommer sorgen – Indisches Blumenrohr

So langsam beginnt die Gartensaison in Gartenfachgeschäften und Baumärkten. Die ersten Knollen und Zwiebeln von Sommerblumen werden schon angeboten. Doch ein kluger Gärtner sollte Geduld haben. Der Winter ist noch nicht einmal zur Hälfte vorbei und so lange müssen unsere Kulturen noch im Zimmer mit wenig Licht und trockener Heizungsluft auskommen.

Eine Pflanze jedoch kann schon jetzt vorgetrieben werden, wenn man möglichst lange etwas von der Blüte haben will. Das Indische Blumenrohr oder auch Canna genannt, wurde zu Kolumbus Zeiten aus Amerika mitgebracht. Auf der Suche nach einem Weg nach Indien entdeckte er im Westen zuerst die Inseln in der heutigen Karibik, die man später die Westindischen Inseln nannte in der Annahme, man habe einen Weg nach Indien entdeckt. Das Indische Blumenrohr stammt jedoch aus der neuen Welt, sein Name beruht auf einem Irrtum. Die Pflanze ist verwandt mit dem Ingwer und ihre Blätter sehen ihm auch sehr ähnlich. Im 16. Jahrhundert wurde sie nach Europa eingeführt und seitdem sind durch Einkreuzungen bis zu 1000 eingetragene Sorten entstanden.

Gemüsepaprika

So langsam hat wohl jeder von uns Haus- und Kleingärtnern die Nase voll vom Schneeräumen und träumt vom Frühling. Außer dem Wälzen von Gartenkatalogen gibt es schon etwas zu tun, denn die ersten Gemüsepflanzen können bereits jetzt vorgezogen werden. Das gilt besonders für Paprika, denn diese Pflanze hat eine sehr lange Wachstumsperiode und muss spätestens im Februar ausgesät werden. Zum Keimen benötigt Paprika eine Temperatur von 20-25 °C. Diese Bedingungen herrschen z. B. auf einer warmen Fensterbank. Die Samen werden in einem Topf auf 2 cm Abstand ausgelegt, mit Erde bedeckt und gleichmäßig feucht gehalten (am besten einen durchsichtigen Plastikbecher oder eine Tüte darüber stülpen). Nach dem Erscheinen der ersten Blätter sollten die Pflanzen einzeln in Töpfe gesetzt und, sobald die Wurzeln unten aus dem Topf herauswachsen, noch einmal umgetopft werden. Ausgesät wird in gute Aussaaterde, denn sie hat einen geringen Nährstoffgehalt und ist sterilisiert, um den Befall der Keimlinge mit Pilzen und Bakterien zu verringern. Da die Pflanzen erst im Mai ins Freie gepflanzt werden können, sollte man sich vorher überlegen, wo der Platz im Haus bis dahin vorhanden ist. Die Pflanzen werden größer und benötigen mehr Platz. Ab Anfang April kann man sie an warmen Tagen ins Freie stellen, jedoch nicht gleich in die pralle Sonne, sonst gibt es Sonnenbrand. Nachts sollten sie wieder ins warme Zimmer, Gewächshaus oder Frühbeet. Temperaturen unter 10 °C können den Pflanzen schaden. Es gibt große Sorten für das Freiland und gedrungen wachsende, die für die Anzucht im Topf auf dem Balkon geeignet sind. Alle Pflanzen brauchen viel Wärme, am besten einen geschützten Platz südlich vor einer Wand oder noch besser im Gewächshaus. Unter einem Dach muss man regelmäßig gießen. Generell muss gut gedüngt werden, denn Paprikapflanzen haben einen sehr hohen Nährstoffbedarf.