August

Wer sich von den Älteren noch an seine Kindheit auf dem Land erinnern kann, kennt noch Kornfelder, an deren Rand es rot, blau, weiß und gelb blühte. Feldblumen wie Kornblume, Klatschmohn, Kornrade, Ackerrittersporn, Echte Kamille und Ackerringelblume kamen noch sehr häufig vor. Leider ist dieses Bild durch die intensive Landwirtschaft schon fast verschwunden. Wer sich ein bisschen Nostalgie in den Garten holen will, kann das jetzt noch tun. Der Samen dieser Pflanzen wird mittlerweile im gut sortierten Gartenfachhandel schon in züchterisch verbesserter – und für den meist nährstoffreichen Gartenboden geeigneter – Form angeboten. An erster Stelle ist die Kornblume zu nennen. Die Wildform hat eine etwas lockerere Blüte und blüht ausschließlich blau. Heute gibt es Zuchtformen auch in den Farben Rosa, Weiß und sogar Schwarzrot oder Weinrot. Der Klatschmohn, in der Natur ausschließlich leuchtend rot, blüht heute auch in weiß, in verschiedenen Rosatönen und sogar scharlachrot. Er ist im Handel als Seidenmohn bekannt. Die heute weniger bekannte Kornrade findet man unter dem Sortennamen ‚Milas' mittlerweile auch im Handel. Der ausschließlich blau blühende Ackerrittersporn hat in unseren Gärten ein Pendant, den mit ihm recht nah verwandten Sommerrittersporn, der von blau über violett und rosa bis weiß blüht. Echte Kamille und Ringelblume sind als Heilpflanzen in den heutigen Haus- und Kleingärten sowieso wieder vertreten.

Gründüngung im August

In der heutigen Zeit legen immer mehr Haus- und Kleingärtner großen Wert auf die biologische Bewirtschaftung ihrer Gärten. Für das optimale Wachstum einer Pflanze sind vier Faktoren entscheidend: Boden, Sonne, Luft, und Wasser. Und einer der wichtigsten ist der Boden. Er gibt der Pflanze Halt durch die Wurzeln und versorgt sie mit Wasser und Mineralstoffen (Dünger). Maßgeblich für alle biologischen Vorgänge im Boden ist der Humus, der sich immer in der obersten Schicht befindet. Er besteht aus abgestorbener organischer Substanz, die von den darin lebenden Mikroorganismen zersetzt wird. Diese machen die enthaltenen Nährstoffe für die Pflanze erst verfügbar. Während der Gartensaison wird der Humus „verbraucht“. Eine gute Möglichkeit, die Humusschicht zu verbessern, besteht in der Aussaat von Gründüngern. Jetzt im August, wenn die Beete nach und nach abgeerntet sind, ist es Zeit, Gründüngungspflanzen auszusäen. Der  Bewuchs beschattet den Boden, schützt ihn vor Auswaschung, Verdichtung und Erosion durch Regen und unterdrückt unerwünschte Pflanzen („Unkraut“). Außerdem trocknet der Boden nicht so schnell aus, und das Bodenleben wird aktiviert.