Am 28. September 2007 wurde im Norden Braunschweigs, im Kleingärtnerverein Heideland e.V., der erste interkulturelle Kleingarten eingeweiht. Adamou Karimou, Schulleiter aus Quallam (Niger), Partnerschule der IGS Weststadt, ließ sich von Projektleiterin Martina Krüger und LV-Vorsitzenden Manfred Weiß durch den Garten führen. Links Projektteilnehmerin Anatolie Niyibizi.

Dieser interkulturelle kleine Garten soll ein Mosaikstein sein in den Bemühungen, Migranten und Einheimische ein Stück näher zu bringen. Hier bewirtschaften Menschen verschiedener Nationalitäten jeweils eine eigene kleine Parzelle von ca. 40 m2 in der Tradition ihrer Herkunftsländer. Die Kommunikation untereinander hilft dabei, Vorurteile abzubauen.

Der interkulturelle Kleingarten ist Teil des Projektes „Gesund leben in Braunschweig (GliBS)". Der Garten dient nicht nur als Kommunikationszentrum, sondern ist ein Ort der Begegnung in der grünen Oase. Hier kocht, musiziert und redet man miteinander. Geplant sind Deutschkurse in Kleinstgruppen, denn die Verständigung mit den übrigen Gartenfreunden ist Grundlage für den Abbau von Vorurteilen und Ziel des gesamten Projektes.

Mehrere Gäste und Gartenfreunde bei der Eröffnung des Interkulturellen Gartens. Aufgebaut sind ein weißes Veranstaltungszelt sowie ein blauer und ein weißer Wetterschutz. Der Gedanke, dass die Teilnehmer an diesem Projekt so viel Spaß am kleinen Garten erfahren, dass sie hier Wurzeln schlagen, eine neue Heimat finden und dann einen eigenen Kleingarten übernehmen hat sich schon erfüllt. Ein Teilnehmer hat inzwischen die Fachberaterausbildung absolviert und wurde inzwischen sogar als Mitglied in den Vereinsvorstand gewählt.

Der interkulturelle Garten bietet die Chance, Menschen verschiedener Nationen sich Kennen zu lernen und sich zu Verstehen. Eine Gemeinsamkeit ist jedoch bereits bei allen Teilnehmern vorhanden, die Liebe zum Garten.

Eine der Skulpturen, die Menschen aus 10 Nationen gemeinsam mit Mitglieder des KGV Heideland und der Künstlerin Nejla Gür erstellt haben. Sie zeigt eine Frau, deren Körper weiße, schwarze und rote Haut besitzt. Sie spielt mit ihren Händen eine buntgestaltete Trommel.Gemeinsam mit der Künstlerin Nejla Gür haben Menschen aus zehn Nationen, sowie Mitglieder aus dem KGV Heideland, Plastiken geschaffen, die sich mit dem Thema „Visionen einer multikulturellen Gesellschaft“ auseinandersetzen. Am 01.10.2010 wurden die Kunstwerke der Öffentlichkeit präsentiert und können von nun an im Garten gerne besichtigt werden.